-->

Die Geschichte der "Sankt Johannes Evangelista"

Die evangelische Johanneskirche steht im Ortskern von Aurich. An dem Kirchengebäude lassen sich die Spuren einer etwa 1100jährigen Geschichte nachvollziehen. Als erstes entstand vermutlich um das Jahr 900 ein für weltliche Zwecke errichteter Wehrturm. Er wurde nach einiger Zeit zum Kirchturm umfunktioniert. Es entstand eine kleine romanische Kirche mit einem Kirchenschiff, das wesentlich kleiner als das heutige war. Bereits in dieser frühen Zeit wurde die Kirche nach dem Evangelisten Johannes benannt. In der Folgezeit wurde die Kirche mehrmals vergrößert. Ihre heutige Größe erhielt sie wohl um 1500.

Im Jahre 1535 wurde unter Herzog Ulrich von Württemberg durch den Reformator Erhard Schnepf die Reformation eingeführt. Ob und inwieweit das Kircheninnere damals umgestaltet wurde, lässt sich heute nicht mehr nachvollziehen. Im 16. Jahrhundert wurde die Empore eingebaut, man sieht noch die Jahreszahl 1591. Seit dem 17. Jahrhundert hat sich die äußere Gestalt der Kirche kaum mehr verändert. In den 1950er Jahren wurde der Innenraum der Kirche neu gestaltet mit der Kanzel links vom Chorbogen und der Orgel im Chorraum. Auch zwei schöne, bunte Fenster mit Motiven zum Heiligen Geist und zur Taufe wurden in dieser Zeit eingesetzt.

Zur Innenrenovierung der Johanneskirche

Im Jahr 2013 wurde der Innenraum der Johanneskirche erneut renoviert. Der tatkräftigen Zusammenarbeit von Architekt und Kirchengemeinderat, der Handwerker und unzähliger ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer ist es zu verdanken, dass wir seit dem Erntedankfest wieder in einer hell und freundlich wirkenden Kirche Gottesdienst feiern können.

Die gesamte Elektrik und Heizungsanlage wurde auf den Stand moderner Technik gebracht, eine neue Beschallungsanlage installiert. Um Platz zu gewinnen wurde im vorderen Bereich des Kirchenschiffes links und rechts die erste Bankreihe entfernt und die Brüstung um eine Reihe zurückgesetzt. Hierdurch ergeben sich vielfältige neue Möglichkeiten beim Feiern der Gottesdienste, so zum Beispiel bei musikalischen und bei Familiengottesdiensten, bei Taufen und beim Abendmahl.

Möge die Johanneskirche wie in ihrer langen Geschichte so auch in Zukunft ein Ort sein, an dem sich Himmel und Erde berühren und Gottes Segen für die Menschen erlebbar wird.
 

Blick in den Chorraum
Die Empore wurde nach historischem Vorbild zweifarbig gestaltet.