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Von den Weinbergen in Aurich

Nun, der eine oder andere Leser wird sich fragen, stimmt das denn? Weinberge in Aurich? Ja, richtig, im Anschluss an die Rebflächen der Beerhälde auf Markung Enzweihingen sind als Zeugen die ehemaligen Wengertsmauern und Weinberghüterschutzhütten noch gut zu erkennen. In den Lagen Bergle, Hasenlauf, Hohberg und Weiler standen um die Mitte des 19. Jahrhunderts immerhin etwa 77 Morgen (ca. 25 Hektar) Weinberge an den südlich gelegenen Hanglagen des Kreuzbachtales im Ertrag. Hauptsachlich war der gemischte Rebbesatz im Anbau; der Ertrag mit zwei bis drei Eimern Wein pro Morgen war geringer als in den benachbarten Weinorten.

Man kann davon ausgehen, dass der Weinbau in Aurich bereits im 13. Jahrhundert betrieben wurde. Nicht umsonst führt der Ort eine "Hape" (sichelartiges Arbeitsmesser für den Weingärtner) in seinem Wappen.

Interessant ist eine Notiz aus dem Jahre 1830, die besagt, dass am 9. November die Gemeinde Aurich das Keltergebäude vom Königreich Württemberg für 400 Gulden erstand. Als Schätzer fungierte Zimmermeister Schwarz. Er beschrieb in seinem Bestandsprotokoll u.a. die Einrichtung: " ... in der Kellter allda befinden sich 2 starke, mittelmäßige Bäum, aber der eine auch etwas schadhaft ist".

Autor: Richard Hachenberger